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Kirsten Burger
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Premieren:

21. Juni 2024 Premiere, Flottmann-Hallen, Herne

„Clownfisch- von den Dingen, die nur noch mein Körper weiß
Premiere am Freitag den 21.06.2024 um 20h und am Samstag, den 22.06.2024 um 20h.
Publikumsgespräch direkt im Anschluss an die Premiere.

„Clowns have no gender“ – dieser Satz von Annie Fratellini  – ist er ein Fakt, eine Verheißung. Oder ein Irrglaube? Wer oder was ist ein Clown? Wer lacht über wen? Clown, Freak, Idiot, Narr, Trickster, Buffon… Wir begreifen „clown“ als generischen Begriff für die vielen Varianten komischer Figuren und wir begreifen ihn gleichzeitig als zutiefst persönliche Angelegenheit. Die Paradoxien des Clowns bieten eine Möglichkeit den fixen gesellschaftlichen Regeln und Mustern zu entkommen.
Die westeuropäische kollektive Imagination des Clowns als erwachsenes Kind, Grenzgänger, ständig zwischen Lachen und Weinen, Ungeschicklichkeit und Akrobatik, irgendwo zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit – bietet diese ambivalente Figur uns die Chance, aus dem Konzept der Binarität auszusteigen und das Konstrukt der zwei Geschlechter zu transformieren?

Auf der Bühne treffen wir auf fünf Exemplare von Clowns, die jeweils in ihrer eigenen Welt und Verletzlichkeit die Parameter von gender verhandeln, bewusst oder unbewusst, staunend oder borniert. So schlittern und rutschen sie durch das Kontinuum der tradierten Geschlechterdefinition. Und: Was ist eigentlich eine Hose?
Kirsten Burger inszeniert mit ihrer Kompanie burger & friends zeitgenössischen Zirkus, inspiriert von Kim de L‘Horizons Blutbuch, Paul B. Preciado, Kae Tempest und unserem ganz normalen Alltag.
Idee & Konzept: Kirsten Burger & Franziska Pack
Regie: Kirsten Burger
Performance: Franziska Pack, Alejandro Notas, Christian Peter, Tammo Winkler, Rocío Rodríguez
Musik: Christian Peter
Bühnenbild: Tammo Winkler
Kostüm: Alexis Mersmann
Video: Rocío Rodríguez
Produktionsleitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Programm Neue Künste Ruhr. Mit Unterstützung der Flottmann Hallen Herne und Neuer Zirkus Ruhr.

Adresse: Flottmann-Hallen, Straße des Bohrhammers 5, 44625 Herne
Tickets: https://www.reservix.de/veranstaltungskalender?q=Clownfisch
mehr Informationen:
https://neuekuensteruhr.de/events/clownfisch
https://neuerzirkus.ruhr/stueck-nkr/clownfisch/
https://www.flottmann-hallen.de/

Ausserdem:

17.5. 2024 Filmpremiere „Talk to us“ in New York, Segal Film Festival !

Segal Center, New York
„Sprich uns von“ („talk to us“)
90 min. Spielfilm 2024
Drehbuch & Regie: Kirsten Burger

Hardly anyone speaks in ’speak to us of‘. It is rather the eyes and gestures of the 4 protagonists that speak, like in the finest silent film tradition.
Their natures seem isolated, their actions form a kind of fabric. It seems as if they are the sum of a single soul in its longing, its love lust, its loneliness.
„No one hears me scream, my fears are discreet, but now, in the midst of the strongest of ocean swells, I keep my eyes wide open, and under the spray,
I can make out shapes, then I am the medusa, the little daughter of the earth and the sea.“
Many stories from two world wars have not been told until today. And yet they are inscribed in the deep tissues of the body, are passed on and want to be explored.
A journey of images that invites us to wander through this landscape of souls.
My grandfather is a Stalingrad survivor. In 1945 he escaped from the encirclement of the embattled city and made his way back to Vienna on foot.
For the rest of his life, he not only had to cope with physical war wounds, but also suffered from the mental consequences of the war: he hardly spoke to people and only communicated with his horses.
This pain and the great silence was transferred to my father, who also has difficulties talking about it to this day.
And this in itself has an impact on me and my life.
In „Talk to us“, I have tried to explore these transmissions and the unspeakable, the barely comprehensible.

The Segal Film Festival is opening – in-person-screenings and many films will also be available online for the next three weeks; some—of course—with georestrictions.
These films reflect the important works by theatre and performance artists for screen, film, video and the digital realm — all these projects imbue our existence with meaning: they tell us where we come from, where we are, and where we are going.

Segal Center Film Festival on Theatre and Performance 2024
4 Days of selected Films LIVE in Person + 3 Weeks Online
Thurs. May 16, 17, 18 +20, 2024

SELECTED EXCLUSIVE LIVE SCREENINGS IN PERSON
of World + US PREMIERES
+ 3 WEEKS ONLINE of selected films
Free + Open to the Public
Segal Theatre, 365 5th Ave @ 34 st

Ausserdem:

Film:
„TODESANZEIGE- für Inge Müller“ 60 min. Experimelntalfilm 2024
Drehbuch & Regie: Kirsten Burger /in Postproduktion, Fertigstellung Juni 2024

Lebenslauf

LEBENSLAUF:
Kirsten Burger, (*1975 in Heidelberg) ist eine deutsch- österreichische Film – & Theaterregisseurin, Autorin, Produzentin und Schauspielerin.
In der Spielzeit 2022/2024 leitete sie das junge RambaZamba Theater, Berlin.
Ihre Arbeiten beschäftigen sich immer mit der Frage nach Machtverhältnissen und Sehgewohnheiten. Ein Kernthema ihrer Auseinandersetzung betreffen die deutsche Geschichte, Nationalsozialismus, die Teilung Deutschlands nach dem Krieg. Ihre Arbeiten sind durch ihre interdisziplinäre und genreübergreifende Arbeitsweise gekennzeichnet und innerhalb des Filmes, des (absurden)Theaters, des zeitgenössischen Zirkus, des neuen Musiktheaters und ihrer Arbeit im öffentlichen Raum zu Hause. Von 1996 -1998 studierte sie freie Kunst bei Prof. Adolf Frohner in Wien und in Hamburg bei Johannes Süttgen, Schüler von Joseph Beuys. Die Idee von Beuys, „des Erweiterten Kunstbegriffs“ prägen ihre Arbeiten bis heute. Durch die Arbeiten von J. Grotowski und andere performative- und politische Ausdrucksformen im öffentlichen Raum, entstand ein immer größeres Interesse an theatralen Interventionen. 2002 schloss sie ihr B.A. Studium in Physical Theater in Berlin ab. 2003 -2006 war sie als Schauspielerin tätig, u.a. an der Schaubühne am Lehniner Platz, Haus der Kulturen der Welt, Deutsche Oper, Haus der Berliner Festspiele (Berlin). Ab 2012 realisierte Burger theatrale Interventionen, realisierte Experimental- und Essayfilme in verschiedenen Kontexten und mit Menschen aus unterschiedlichsten Milieus. Sie gewann mehrere internationale Preise für ihr filmisches Werk.

THEATER:
In der Spielzeit 2022- 2024 leitete Kirsten Burger das jungen RambaZamba Theater Berlin, kurz junges RZT.
In ihrem jungen inklusiven Ensemble arbeiteten 25 junge Menschen mit und ohne Behinderung. Kirsten Burger arbeitet mit Schauspielern, Tänzern, Sängern, Artisten und Akrobaten und Menschen aus verschiedenen Milieus und Kulturen zusammen. Als Gründungsmitglied und konzeptuelle Leitung des Kollektivs Oper Dynamo West, die im öffentlichen Raum der Berliner City-West neues Musiktheater inszenierte, realisierte Sie zwischen 2006 und 2011 zahlreiche Inszenierungen.
In ihren Inszenierungen spielt die Überschneidung von Realität und Fiktion eine große Rolle.
Ihre Stücke wurden an verschiedensten Häusern im In-und Ausland gezeigt. Sophiensaele, Berlin, Volksbühne am Rosa-Luxemburg- Platz, Berlin, Podewill, Berlin, Dock 11, Berlin Staatstheater Mainz, Stadttheater Bremen, TU Dresden, Ernst-Barlach-Theater, Güstrow, Tanzhaus Zürich, CH, Rote Fabrik, Zürich, CH, Theater &TD Zagreb, Kroatien, Grotowski Institut, Wroclaw, Polen, HONG GAH MUSEUM Taipei,Taiwan und KAV 16, Tel Aviv, Israel. 2011 war sie Regieassistin bei Thomas Ostermeier, auf der Biennale Venedig, 41.Festival Internationale del Teatro, Italien. Ihre Stücke wurden bei internationalen Festivals gezeigt u.a. Off-Limits-Festival, Dortmund / Performa-Festival, Locarno, CH / Transit International Festival of Women’s Performance Odin Teatret, Holstebro, DK / 4days in motion Festival, Prag/ Wunder der Prärie, Mannheim.

F I L M E :

Ihre Filme sind Experimentalfilme und experimentelle Spielfilme, Essayfilme und Dokumentarfilme. Sie gewann meh­rere internationale Preise für ihre eigenen Experimental- und Spielfilme. 2020-21 hat Sie in verschieden Serien Re­gie geführt u.a für die UFA, Berlin. 2017 war sie als freie Autorin und Dokumentarfilmerin für den NDR tätig. 2022 Produzierte sie den Film „Leben“ in der Regie von Maria Sigrist.

Die Bildsprache und Körperlichkeit ist zentral in ihrem filmischen Schaffen. Dabei geht es ihr um die Frage nach Existenz und Intimität. Im Fokus steht die Zerbrechlichkeit, die Fragilität von identitären Konzepten als relevan­ter Moment, den jede Form von Migration, Anonymität und Nacktheit mit sich bringt; Fragen nach Weiblichkeit und Gender, Unsicherheit und Transformation kommen in ihrer Arbeit immer wieder zum Tragen. Zu zeigen, wie sehr Identität und Rollenmodelle von gesellschaftlicher Prägung abhängig sind, ist dabei ein weiterer zentraler Punkt.
Kooperationspartner und  Film Festivals sind u.a. International Documentary Film Festival BELDOCS, Belgrade, Serbia/ RIDM’s, Montreal International Documentary Festival, Kanada / 2ANNAS International Film Festival, Riga, Lettland / IFF-Festival, Köln / 33. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest, Kassel, Germany 2016 / 25th dokumentART, Film Festival, Germany. TAMTAMART, Berlin / Arsenal, Berlin / Festival-Grenzenlos-Kultur, Mainz / Festival-Okkupationen, Zürich / No-Limits-Festival Berlin/ Universität Wien/Österreich.

PREISE, PUBLIKATIONEN & STIPENDIEN:

 „Grand Prize International competition award beldocs“ Serbia 2016

„Ivan Kaljevic Preis“ Alternative Film-Video Festival Belgrad, Serbien 2012

Buch: Oper Dynamo West, Die Stadt als Bühne /144 Seiten, 177 Abb.gebunden; Hatje Cantz Verlag, (2010)
Projekte zwischen Architektur und darstellender Kunst im öffentlichen Raum

„Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen“ 2009 den Publikumspreis „Zum König geboren“ (Bundesvision Song Contest 2009).

Für die Installation „Blühende Landschaften“, erhielt Sie 2009 ein Stipendium Schloss Bröllin e.V.

PERFORMANCE:

Als Schauspielerin im Theater und Film arbeitete Sie unter der Regie von: Matt Lambert, Robert Wilson, Meret Becker, Thomas Bo Nielsen, Aernout Mik,
Hoda Thaheri, Johannes Müller, Janina Jahnke, Franziska Seeberg, Jutta Schwarz, Aexander Roccoli, Stefan Kreissig, Philippe Rives und Dirk Cieslak/ Lubrikat. Burger spielte an verschiedenen deutschen Theatern: Schaubühne am Leh­niner Platz/ Haus der Kulturen der Welt/ Sophiensaele / HAU / Deutsche Oper/ Pierre Boulez Saal/ Haus der Berliner Festspiele (Berlin) / Bayerische Staatsoper München. Burger tritt außerdem immer wieder in Spielfilmen auf.

AUSBILDUNG:

Sie hat freie Kunst, Graphik und interdisziplinäre Studien inWien und Hamburg studiert und ihre Ausbildung in Physical Thea­ter mit einem Bachelor 2002 in Berlin abgeschlossen. 2018 nahm sie ander Master Class: Creating Characters von Susan Batson und dem Camera Actors Studio an der ISFF Berlin unter der künstlerischen Leitung von Detlef Rönfeldt teil. Zusatzqualifikationen: Ausbildung zur Systemischen Organisationsentwicklerin 2024

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