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Kirsten Burger
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Stabat Mater

Arvo Pärt [*1935]

Informationen zum Werk:

„Stabat Mater“ von Avo Pärt,
deutsche Oper, Berlin, in Kooperation mit dem jungen Ensembles der Jungen Deutschen Oper und dem RambaZamba Theater, Berlin.

Regie: Kirsten Burger
Premiere am 5. April 2024 in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin

ca. 1 Stunde / keine Pause

In deutscher, ukrainischer und russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

zum Inhalt

Das „Stabat Mater“ ist einer der zentralen religiösen Texte des Abendlandes und wurde Grundlage vieler Vertonungen. Der Text erzählt von der Trauer Marias um ihren gekreuzigten Sohn Jesus. Die Version des estnischen Komponisten Arvo Pärt ist zentraler Bestandteil des Projektes, das nun in der Tischlerei der Deutschen Oper aufgeführt wird.

Die Produktion ist eine Kooperation der deutschen Oper, Berlin mit der Jungen Deutschen Oper und dem RambaZamba Theater, bei der über mehrere Monate ein Ensemble aus 30 Menschen unterschiedlichster Herkunft mit und ohne Behinderungen zusammengearbeitet haben.

Es geht um die Auseinandersetzung mit Krieg – den einige der Teilnehmenden selbst erlebt haben – und um die Sehnsucht nach Frieden. Was bedeuten noch Glaube und Spiritualität, wenn aller Frieden unerreichbar scheint? Das Ensemble begibt sich auf die Suche nach dem Platz auf der Erde, der sich trotz allem friedlich und still anfühlt.
Musikalisch wird Pärts Stück u.a. mit dem Werk „Iktsuarpok“ der Komponistin Misha Cvijovic konfrontiert, in dem sie die Frustration des vergeblichen Wartens vertont hat.

Die Arbeiten der Regisseurin Kirsten Burger (wie zuletzt 2023 bei „Schwärmen“ im Humboldtforum) sind in Zusammenarbeit mit der Bühnenbildnerin Julia Krenz und der Dramaturgin Loretta Würtenberger Stückentwicklungen, die gemeinsam mit allen Teilnehmenden erarbeitet werden. Dabei stehen Laien und junge Menschen mit und ohne Behinderung sowie Profis auf der Bühne. Kirsten Burger sagt zu ihrer Arbeitsweise: „Die maximale Selbstermächtigung, Ehrlichkeit und Verletzlichkeit in der künstlerischen Arbeit, als auch das gegenseitige Zuhören stehen zentral. Dadurch geschieht ein Sichtbarmachen dessen, was sonst ,unsichtbar‘ bleibt und etabliert neue ,Sehgewohnheiten‘.“

Von und mit: Aila Wittig, Anastasiia Hryshchenko, Alya Share, Bohdan Pyliavskyi, Charlotte Ausan, Csilla Feher, Daniel Beesk, Denise Soliva, Felix Hasselbach, Ivan Rabosh, Leander Helm, Long Tran, Lotte Latscha, Louise Dessau, Malina Höfflin, Milica Milic, Niklas Ufer, Niklas Weise, Nuria Kovacs, Leif Lapuks, Parastu Ghashghaie, Paulina Schulz, Setareh Hashemi, Tony Plate, Valeriia Beketova.

Karten unter:

https://deutscheoperberlin.de/de_DE/calendar/stabat-mater.17730849

„Schwärmen“ SEPTEMBER 2024 IM HKW, (HAUS DER KULTUREN DER WELT) BERLIN
Uraufführung: Humbold Forum, Berlin 2023 / Regie: Kirsten Burger
„Blutrote Wasserwut. Ein Schwarm im undurchsichtigen Blau. Wir schwärmen aus, schwärmen füreinander. Welch glücklicher Zufall, dass wir uns gefunden haben. Wir durchbrechen alles Dagewesene und gedenken ihnen nicht mehr mit Nachsicht. Wir machen uns frei. Wir werden frei. Unser Wille ist Erdänderung. Wir schlüpfen aus dem alten Plastikleben und streben Richtung Sonne, die nun auch Tod heißt. Und wir schreien vor Wut: Auf die, die wegsehen und uns die Zukunft nehmen mit ihrer Ignoranz. Doch jetzt kommt unsere Zeit. Die Zeit der Rebellinnen und Rebellen. Jetzt kommt unsere Zeit des Mitgefühls.“

In der Aufführung Schwärmen inszeniert das inklusive Ensemble des Jungen RambaZamba-Theaters ein Stück über Gefühle im Angesicht der drohenden Klimakatastrophe.

Film:
„Liebe und der Weg der Finternis“ 60 min. Experimelntalfilm 2023
Drehbuch & Regie: Kirsten Burger /in Postproduktion

Film:
„SPRICH UNS VON“ 90 min. Experimenteller-Spielfilm/ Videoinstallation 2023
Drehbuch & Regie: Kirsten Burger /in Postproduktion

Lebenslauf

LEBENSLAUF:
Kirsten Burger, (*1975 in Heidelberg) ist eine deutsch- österreichische Film – & Theaterregisseurin, Autorin und Produzentin. Seit der Spielzeit 2022 leitet sie das junge RambaZamba Theater, Berlin. Ihre Arbeiten beschäftigen sich immer mit der Frage nach Machtverhältnissen und Sehgewohnheiten. Ein Kernthema ihrer Auseinandersetzung betreffen die deutsche Geschichte, Nationalsozialismus, die Teilung Deutschlands nach dem Krieg. Ihre Arbeiten sind durch ihre interdisziplinäre und genreübergreifende Arbeitsweise gekennzeichnet und innerhalb des Filmes, des (absurden)Theaters, des zeitgenössischen Zirkus, des neuen Musiktheaters und ihrer Arbeit im öffentlichen Raum zu Hause. Von 1996 -1998 studierte sie freie Kunst bei Prof. Adolf Frohner in Wien und in Hamburg bei Johannes Süttgen, Schüler von Joseph Beuys. Die Idee von Beuys, „des Erweiterten Kunstbegriffs“ prägen ihre Arbeiten bis heute. Durch die Arbeiten von J. Grotowski und andere performative- und politische Ausdrucksformen im öffentlichen Raum, entstand ein immer größeres Interesse an theatralen Interventionen. 2002 schloss sie ihr B.A. Studium in Physical Theater in Berlin ab. 2003 -2006 war sie als Schauspielerin tätig, u.a. an der Schaubühne am Lehniner Platz, Haus der Kulturen der Welt, Deutsche Oper, Haus der Berliner Festspiele (Berlin). Ab 2012 realisierte Burger theatrale Interventionen, realisierte Experimental- und Essayfilme in verschiedenen Kontexten und mit Menschen aus unterschiedlichsten Milieus. Sie gewann mehrere internationale Preise für ihr filmisches Werk.

THEATER:
Seit 2022 ist Kirsten Burger die Leitung des jungen RambaZamba Theaters Berlin, kurz junges RZT. In ihrem jungen inklusiven Ensemble arbeiten 25 junge Menschen mit und ohne Behinderung. Kirsten Burger arbeitet mit Schauspielern, Tänzern, Sängern, Artisten und Akrobaten und Menschen aus verschiedenen Milieus und Kulturen zusammen. Als Gründungsmitglied und konzeptuelle Leitung des Kollektivs Oper Dynamo West, die im öffentlichen Raum der Berliner City-West neues Musiktheater inszenierte, realisierte Sie zwischen 2006 und 2011 zahlreiche Inszenierungen.
In ihren Inszenierungen spielt die Überschneidung von Realität und Fiktion eine große Rolle.
Ihre Stücke wurden an verschiedensten Häusern im In-und Ausland gezeigt. Sophiensaele, Berlin, Volksbühne am Rosa-Luxemburg- Platz, Berlin, Podewill, Berlin, Dock 11, Berlin Staatstheater Mainz, Stadttheater Bremen, TU Dresden, Ernst-Barlach-Theater, Güstrow, Tanzhaus Zürich, CH, Rote Fabrik, Zürich, CH, Theater &TD Zagreb, Kroatien, Grotowski Institut, Wroclaw, Polen, HONG GAH MUSEUM Taipei,Taiwan und KAV 16, Tel Aviv, Israel. 2011 war sie Regieassistin bei Thomas Ostermeier, auf der Biennale Venedig, 41.Festival Internationale del Teatro, Italien. Ihre Stücke wurden bei internationalen Festivals gezeigt u.a. Off-Limits-Festival, Dortmund / Performa-Festival, Locarno, CH / Transit International Festival of Women’s Performance Odin Teatret, Holstebro, DK / 4days in motion Festival, Prag/ Wunder der Prärie, Mannheim.

F I L M E :

Ihre Filme sind Experimentalfilme und experimentelle Spielfilme, Essayfilme und Dokumentarfilme. Sie gewann meh­rere internationale Preise für ihre eigenen Experimental- und Spielfilme. 2020-21 hat Sie in verschieden Serien Re­gie geführt u.a für die UFA, Berlin. 2017 war sie als freie Autorin und Dokumentarfilmerin für den NDR tätig. 2022 Produzierte sie den Film „Leben“ in der Regie Maria Sigrist.

Die Bildsprache und Körperlichkeit ist zentral in ihrem filmischen Schaffen. Dabei geht es ihr um die Frage nach Existenz und Intimität. Im Fokus steht die Zerbrechlichkeit, die Fragilität von identitären Konzepten als relevan­ter Moment, den jede Form von Migration, Anonymität und Nacktheit mit sich bringt; Fragen nach Weiblichkeit und Gender, Unsicherheit und Transformation kommen in ihrer Arbeit immer wieder zum Tragen. Zu zeigen, wie sehr Identität und Rollenmodelle von gesellschaftlicher Prägung abhängig sind, ist dabei ein weiterer zentraler Punkt.
Kooperationspartner und  Film Festivals sind u.a. International Documentary Film Festival BELDOCS, Belgrade, Serbia/ RIDM’s, Montreal International Documentary Festival, Kanada / 2ANNAS International Film Festival, Riga, Lettland / IFF-Festival, Köln / 33. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest, Kassel, Germany 2016 / 25th dokumentART, Film Festival, Germany. TAMTAMART, Berlin / Arsenal, Berlin / Festival-Grenzenlos-Kultur, Mainz / Festival-Okkupationen, Zürich / No-Limits-Festival Berlin/ Universität Wien/Österreich.

PREISE, PUBLIKATIONEN & STIPENDIEN:

 „Grand Prize International competition award beldocs“ Serbia 2016

„Ivan Kaljevic Preis“ Alternative Film-Video Festival Belgrad, Serbien 2012

Buch: Oper Dynamo West, Die Stadt als Bühne /144 Seiten, 177 Abb.gebunden; Hatje Cantz Verlag, (2010)
Projekte zwischen Architektur und darstellender Kunst im öffentlichen Raum

„Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen“ 2009 den Publikumspreis „Zum König geboren“ (Bundesvision Song Contest 2009).

Für die Installation „Blühende Landschaften“, erhielt Sie 2009 ein Stipendium Schloss Bröllin e.V.

PERFORMANCE:

Als Schauspielerin im Theater und Film arbeitete Sie unter der Regie von: Matt Lambert, Robert Wilson, Meret Becker, Thomas Bo Nielsen, Aernout Mik,
Hoda Thaheri, Johannes Müller, Janina Jahnke, Franziska Seeberg, Jutta Schwarz, Aexander Roccoli, Stefan Kreissig, Philippe Rives und Dirk Cieslak/ Lubrikat. Burger spielte an verschiedenen deutschen Theatern: Schaubühne am Leh­niner Platz/ Haus der Kulturen der Welt/ Sophiensaele / HAU / Deutsche Oper/ Pierre Boulez Saal/ Haus der Berliner Festspiele (Berlin) / Bayerische Staatsoper München. Burger tritt außerdem immer wieder in Spielfilmen auf.

AUSBILDUNG:

Sie hat freie Kunst, Graphik und interdisziplinäre Studien inWien und Hamburg studiert und ihre Ausbildung in Physical Thea­ter mit einem Bachelor 2002 in Berlin abgeschlossen. 2018 nahm sie ander Master Class: Creating Characters von Susan Batson und dem Camera Actors Studio an der ISFF Berlin unter der künstlerischen Leitung von Detlef Rönfeldt teil.

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