Connecting people – ein zirzensischer Hochseilakt

Funambule / 4.Stunden / 2017

„Connecting people – ein zirzensischer Hochseilakt“ im Kosmosviertel.

Eine Performance im öffentlichen Raum. Auf der Grünfläche neben Schönefelder Chaussee / Ecke Siriusstraße, Berlin. 10 Jugendliche und Erwachsene überqueren ein 20 Meter langes und 6 Meter hohes Drahtseil in Altglienicke. Die öffentliche Performance lädt ein dem Weg von Amateur-Künstlerinnen in mutiger Selbsterfahrung und solidarischer Zusammenarbeit zuzuschauen.

Das Projekt „Connecting people“, von CABUWAZI Altglinicke im August 2017 begonnen, will als Türöffner zu mehr Kontakt und interkultureller Verständigung in der Bevölkerung des Kosmosviertels und der Umgebung beitragen. Das Hochseillaufen drückt in symbolträchtiger Weise das Überwinden von Gräben und Grenzen aus.

Die artistische Disziplin des „Funambule“ (aus dem Französischen), bei der mit einer langen Balancierstange über ein Hochseil gelaufen wird, ist für Laien recht einfach zu erlernen, erfordert aber besonderen Mut und hat große emotionale Wirkung – für die Person selbst und das Publikum. Im Training werden Selbstbewusstsein, Körpergefühl und Konzentrationsfähigkeit geübt. Die TeilnehmerInnen begegnen ihren Ängsten und lernen sie zu überwinden – eine überwältigende Erfahrung für jeden Einzelnen und in der Gruppe, die sich aus einheimischen und geflüchteten Menschen zusammensetzt.

Die Performance auf dem hohen Seil ist der Höhepunkt für die jungen Frauen und Männer, die über Wochen hinweg das Balancieren geübt haben. Von niedrigen Seilen und Slacklines auf einem halben Meter, über einen und zwei Meter Höhe haben sie sich sprichwörtlich immer höher gearbeitet. Auf 6 Metern werden sie mit einem Körpergurt an einer „Safety Line“ über dem Laufseil gesichert. Alles safe also – die Herausforderung jedoch bleibt.