STATION G, ein Stück Deutschland

Theaterstück, 70 min / 2014

»…aber mal ehrlich, wie viele Beziehungen zerbrechen an der allgemein vorherschenden naiven Disney-Film fehlidealisierten Monogamie-Vorstellung?
Da kann Poly-risieren doch gar nicht so schlecht sein, oder? Ich meine Monogamie, Monarchie, Monopol, MonoPoly ….Mono- ist doch nur ein schlechter Euphemismus für Ego-narzistische Selbst-zentrierte Scheiße. Sollte es nicht eigentlich vielmehr Ego-Pol heißen und Ego-gamie? Reine Gier nach Besitzanspruch und ins Revier-Pinkelei ist das doch, oder?«

Ausgehend von Fragen wie diesen, als „Kriegsenkel“ und als Kinder von „DDR-Eltern“, fragen 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts make:ART in Güstrow nach möglichen Formen des gemeinsamen Zusammenlebens innerhalb einer Gesellschaft von heute. Sie haben sich auf den Weg gemacht, gemeinsam und an einem gemeinsamen Ort, an dem sie alle gelandet sind, oder aber auf der Durchreise….zu einem neuen Ort, den es zu finden gilt.
…„Gibt es ein Land auf der Erde, wo der Traum Wirklichkeit ist? […] Ich weiß es wirklich nicht – Ich weiß nur eins, und da bin ich sicher: Dieses Land ist es nicht!“…Rio Reiser, der sich nirgendwo Zuhause fühlte und sich immer für Außenseiter eingesetzt hat….“Wenn niemand bei dir is‘ und du denkst, daß keiner dich sucht, und du hast die Reise ins Jenseits vielleicht schon gebucht, und all die Lügen geben Dir den Rest: Halt dich an deiner Liebe fest…“

Von und Mit: Beatrice Adamczyk, Steffen Boehme, Chris Bonin, Ulli Gerstung, Laura Hänicke, Laura Kanter, Oliver Kopschiwa, Stephanie Malig, Martin Rädel, Ricarda Risch, Maria Stoffer, Ina Twieg, Patrick Wolf.

Text und Regie: Kirsten Burger
Bühne/Kostüm: Nicola Minssen
Sound/musikalische Leitung: Olaf Giesbrecht & Oliver Kopschiwa, mit Liedern von Rio Reiser
Assistenz: Alina Pappers
Video: Stefan Schmied
Foto: Mikko Gaestel
Projektleitung: Sabine Stein / www.defakto.de